Mühlengeflüster

Unsere neue Speisekarte ist da!
Liebe Gäste, seit dem 1. August haben unsere Speisekarte an den Sommer und Herbst angepasst. Die Klassiker sind natürlich geblieben.

Ab dem 1. August gibt es unsere Heidelbeerbowle.

Unsere Kartoffelschnitzel sind wieder da!
Jeden Mittwoch und Donnerstag (außer an Feiertagen) gibt es eine große Auswahl.

Ab dem 1. September erwartet Sie wieder unsere leckere Beerenbowle.

Lust auf’s Oktoberfest bekommen?
Von Weißwürstel über Fleischkäse bis zum Griebenschmalz und zur Haxe gibt es alles auf unserer Oktoberfestkarte. Vom 16. September bis zum 3. Oktober.

Ab dem 1. November gibt es wieder unseren hausgemachten Glühwein.

Ab dem 11. November sind die Gänse wieder los: Ganze Gänse und Gänsekeulen mit hausgemachter Gänsejus, Rotkohl, Klößen und Bratapfel. Wir bitten um Vorbestellung.

Schon an die Weihnachtsfeiern gedacht?
Gerne stellen wir Ihnen ein Weihnachtsmenü oder Weihnachtsbuffet zusammen.
Feiern Sie doch bei uns Ihr Familienfest!

Wir sind jetzt auch auf Facebook zu finden.
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Wir freuen uns über jedes „like“, jede Bewertung und jede konstruktive Kritik.
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Frisches Brot aus der Backstube Neuemühle!
Ab jetzt backen wir im restaurierten Mühlenbackofen wieder frische Brote für unsere Gäste und für alle Freunde der Neuemühle auch auf Bestellung zum Abholen!
Schicken Sie uns bitte eine Email mit dem Betreff „Ich hätte gerne frisches Brot!“ an die
Emailadresse backstube@restaurant-neuemuehle
Wir fragen dann ein paar Tage vor dem nächsten Backtermin bei Ihnen nach, ob Sie gerne ein oder mehrere Brote gebacken bekommen möchten.

Von Nina Bossy
Mit 22 Jahren übernahm Wiebke Büngen das Restaurant. Ihr Herz gehört dem Bergischen.

Das Haus, an das sie ihr Herz verloren hat, ist 164 Jahre älter als sie selbst. Denn die Pächterin der 1826 erbauten Neuemühle ist erst 25 Jahre alt. Ob das zusammen passt? Ja. Wiebke Büngen und die Neuemühle bilden die perfekte Symbiose, denn das historische Gebäude und die voller Esprit sprühende Inhaberin haben eins gemein: ihre Heimat, das Bergische.

Als Kind strich Wiebke Büngen oft durch das Haus, das seit den 1980er Jahren in Familienbesitz ist. „Auf einmal entdeckte ich im Obergeschoss eine blaue Wand“, erzählt sie. Fasziniert von der Farbe zwischen den alten braunen Balken und entzückt von der Perspektive einer Neugestaltung war es um sie geschehen. Sie erklärt: „Es mag sich komisch anhören, aber das war der prägende Moment.“

Jahre verstrichen, die Pächter des Restaurants wechselten. „Jeder neue Gastronom wollte seine eigene Philosophie verwirklichen“, erzählt Büngen. Der Ruf des einst so beliebten Restaurants litt unter der Unbeständigkeit. Parallel dazu suchte die Tochter der Besitzer ihre berufliche Erfüllung. „Zunächst dachte ich, das Backen sei meine Leidenschaft“, erzählt sie. Aber dann stellte sie für sich fest, dass süßes Gebäck doch nicht ihre Lebensinhalt ist.

Um Gewissheit zu bekommen, welcher Weg der ihre ist, absolvierte Wiebke Büngen Praktika. Zunächst als Försterin, dann als Hotelkauffrau. „Fest stand, es musste ein Beruf sein, der mich hier im Bergischen glücklich macht. Ich hatte nie das Verlangen wegzuziehen.“ Das letzte Praktikum brachte sie in eine Restaurantküche – und damit die Erfüllung. „Mit den Händen zu arbeiten, das war es.“ Zweieinhalb Jahre lernte sie in Maria in der Aue den Beruf der Köchin. Danach arbeitete sie jeweils drei Monate in anderen Restaurants. „Dann kündigte wieder einmal der Pächter der Neuemühle und mein Vater fragte mich, ob ich es versuchen möchte.“ Wiebke Büngen, damals erst 22 Jahre alt, sagte sofort Ja.

Ihre Selbstständigkeit 2011 begann mit einem goldenen Oktober, der ihr einen wahren Gästeansturm – und 14-Stunden-Schichten – bescherte. Wiebke Büngen kochte, als ob es um ihr Leben ginge. „Das Adrenalin sorgte dafür, dass ich nicht müde wurde. Es war eine unvergesslicher Start.“

Seit der bahnbrechenden Entscheidung und ihrem mutigen Start sind drei Jahre vergangen. Anstrengend und lehrreich war diese Zeit, in der die junge Gastronomin gewachsen ist. Aber Wiebke Büngen und die Mühle haben zusammen gefunden. Mühlenbruschetta, bergische Potthucke und Kartoffelburger liefern den kulinarischen Beweis. „Jeder Tag macht mir einfach Freude.“
Jetzt, wo sie den täglichen Betrieb gut im Griff hat, wendet sie sich neuen Projekten zu. Das Mühlenrad soll sich wieder drehen, in dem alten Ofen möchte sie Brot backen. Sie hat noch viel vor: „Die Mühle soll wieder ihren ganzen, ursprünglichen Charme versprühen.“

[singlepic id=34 w=348 h=320 float=left alt=“Köchin hat die Mühle im Griff]

Von Doro Siewert in der Serie „Frauen in Führungspositionen“
CHEFIN Wiebke Büngen führt erfolgreich die traditionsreiche Neuemühle und setzt auf ein junges Team. Viel Zeit, um sich zu entscheiden, hatte Wiebke Büngen, heute 24, nicht. 2011 hörte der damalige Pächter des Restaurants Neuemühle auf. Das Anwesen Neuemühle gehört ihrem Vater.

Und die Frage war, ob sich die gelernte Köchin Wiebke zutraute, das Haus zu übernehmen und künftig selbstverantwortlich zu führen. Da war sie gerade 21 Jahre jung, hatte das Fachabitur im Bereich Wirtschaft und Verwaltung und als Köchin im bekannten Tagungshaus Maria in der Aue ausgelernt.

Ein halbes Jahr hatte sie bereits in anderen Restaurantbetrieben gearbeitet, um deren Praxis kennenzulernen. Viel Erfahrung hat man mit 21 Jahren jedenfalls noch nicht. Aber, Wiebke Büngen traute sich das Geschäft zu. Mit dem Vater Stephan Büngen schloss sie für die Neuemühle gleich einen Pachtvertrag über 10 Jahre ab.

„Ich musste dann ins kalte Wasser springen“, erinnert sich Wiebke Büngen. Und auch, wenn das Wasser, in das sie nun freiwillig sprang, tatsächlich recht kalt war, hat sie es rückblickend nicht bereut. Nach der Übernahme, so hatten alte Gastrohasen damals gemeint, würde es dauern, bis das Publikum in größerer Zahl käme. Aber: Wo Wiebke Büngen bei der Eröffnung mit 30 Gästen kalkulierte, kamen gleich 160. „Das Interesse war gewaltig“, erinnert sich Wiebke Büngen. Und es hält an, denn auch an den jetzigen Wochenenden gibt es einen starken Zustrom. „Schaffen kann ich das nur mit meinem jungen Team“, berichtet die Chefin. Es sind zumeist Studenten, die vor allem an den Wochenenden zusammen mit ihr den Betrieb am Laufen halten.

Kartoffelbrot kommt aus dem eigenen Backofen

Die Arbeit macht ihnen wohl so viel Spaß, dass sie auch von Dortmund oder Bonn zur Neuemühle anreisen, um dort zu jobben. Jüngst gab’s für das eingespielte Team auch eine Betriebsfeier – im Kölner Restaurant „Kartöffelchen“ bei Arno Lichtenscheidt, der zehn Jahre lang erfolgreich Pächter der Neuemühle war und sie als Kartoffelhaus etablierte.

Auch Wiebke Büngen orientiert sich, inspiriert von Lichtenscheidts erfolgreicher Arbeit, an der Kartoffel. Sie serviert zahlreiche Gerichte mit der tollen Knolle und bäckt auch ihr eigenes Kartoffelbrot im reaktivierten Ofen der denkmalgeschützten Wassermühle.

Unter dem Motto „Entdecke den Spießer in Dir“ gibt’s dann aber auch Garnelenspieße, Schweinefiletspieße und Kartoffelspieße mit dreierlei Dip. Es geht aber auch ganz ohne Knolle: Unter dem Stichwort „Mühlenräuber“ wird beispielsweise ein Zanderfilet mit Bandnudeln auf Zucchini serviert. In einem Jahr, so ihre Planung, möchte sie einen Koch einstellen. Damit habe sie dann endlich mehr Zeit, um sich um das Marketing der Neuemühle zu kümmern.